steht im April der Bonn-Marathon vor der Tür. Ich fühl mich irgendwie nicht wirklich fit, obwohl ich seit Anfang Dezember gescheit durchtrainieren konnte. Die Durchgangszeiten sprechen im Vergleich mit dem Vorjahr auch eine gute Sprache.
Dazu hab ich in den letzten Wochen noch fiese 10x1000m oder 10x400m Intervalle auf dem Sportplatz gemacht.
In der Regelmäßigkeit ist das auch eine Neuerung. Meine - mittlerweile schon fast traditionelle - Februarsverletzung, die mich letztes Jahr dazu gezwungen hat ausschließlich zu schwimmen und im März sehr reduziert zu laufen, ist auch ausgeblieben.
Dumm war allerdings auch, dass wetterbedingt nicht viele Rad-km zusammen gekommen sind. Was im Februar gut anfing, hat sich im März zur Katastrophe ausgewachsen.
Aber die Woche war ich wieder fleissig.
Mittwoch konnte ich mein neues Wettkampfrad endlich vom Händler abholen. Der ist zwar der inkompetenteste und unfreundlichste Radhändler in ganz Köln, konnte aber geschickt runtergehandelt werden.
Ich hab mich zuerst dumm gestellt. Da fing der an zu erzählen, dass zum beispiel Carbon nur billiges Plastik wäre, das schnell bricht. Der Unterschied zwischen einer Zeitfahr- und einer normalen Rennradgeometrie nur durch die andere Optik gegeben wäre usw. und so. fort.

Dann hab ich mal durchblicken lassen, dass ich doch ein bischen was von der Materie verstehe und schwups hatte ich ihn gut runtergehandelt und zusätzlich noch 2 Flaschenhalter aus dem "billigen Plastik" für je 25 Oironen dazu abgeschwatzt. Bei dem Dösbattel war ich aber das letzte Mal.
Ursprünglich wollte ich so eine sündhaft teure Schleuder aus Carbon von Stevens. Da war ich im Februar schon beim Händler in Bonn und die Sache war praktisch abgemacht. Er wollte mich dann anrufen, wenn das Rad in meiner Größe da wäre.
Da der sich nicht mehr meldete und ich es als Kunde nicht nötig hab, bei einem Rad für fast 2500 Euro irgendwem hinterher zu laufen oder telefonieren, hab ich mich anderweitig umgesehen.
Ratet mal, wer mich Donnerstag angerufen hat.
Wenn endlich mal schönes Wetter ist, wird das Rad getestet. Am besten Sonntagvormittag auf der Zeitfahrstrecke hoch nach Wesseling.
Donnerstagabend war ich den Rhein runter radeln bis Bad Honnef. Dann zurück bis Königswinter und von da auf den Petersberg rauf. Der Aufstieg dürfte so das extremste sein, was es hier in der Gegend gibt. Da gaben sich die Radfahrer die Klinke in die Hand. Einen hab ich gesehen, der ist das mindestens 3 mal gefahren. Mir hat einmal gereicht mit etwas chillen bei der super Aussicht.
Aber als Trainig ist das super. Der "böse Berg von Bornheim" kam mir Samstag wie ein Hügel vor. Aber der fiese Wind danach hat die Tour zur Hölle gemacht. Gut waren nur die letzten 30 km zurück nach Bonn. 40er Schnitt ohne Anstrengung.
Heute wollte ich eigentlich den letzten 20er vor dem Marathon laufen. War aber nach 7 km dermassen durchnässt, dass ich abgebrochen hab, bevor ich mir eine Erkältung einfange. Die 3 h Radtour von gestern für den Stoffwechsel/ Grundlage und die 1000er Lauf-Intervalle vom Freitag kompsensieren das hoffentlich.
Ich bin dann lieber zu meinen Eltern, hab mich an deren Vorräten vergriffen und Paris-Roubaix gesehen. Das ist für einen Sonntagnachmittag sehr opportun.
Danach war ich in Hangelar für den Lehrgang ab morgen packen. Da bin ich wieder in der Hölle H-Heim. Und das nur, weil ich im Lehrgangskatalog zwei Abkürzungen verwechselt hab. Zum Fahrtraining geh ich nicht, sonder mach Prügeln mit Erwachsenen - Fortbildung. Ich hoff mal, ich übersteh das heil.
Nur gut, dass mein Zimmerkollege aus Bergzabern auch gerade da ist (der darf Fahrtraining machen).
Der Bobis aus Marburg hat eine neue Art zu Reisen entdeckt. Man nehme eine ADAC plus - Mitgliedschaft, sowie ein kaputtes Auto. Dann läßt man dieses zu einer Werkstatt am Wunschort transportieren und fährt in der LKW - Kabine mit. Für 124,- im Jahr bundesweit mobil.