Freitag, August 31, 2007

und das war der August

wie letztes Jahr schlecht. Und am 31.8. spielen wieder die Grabnebelfürsten in Bad Godesberg in der Klange. Fast schon ein Dejavoue. Schon wieder geht ein Jahr, hab ich einen Grund zum Feiern: ich krieg ein graues Haar....nach diesem kurzen Ausflug in die Niederungen der PUR-Fan-Szene mal zurück zu wichtigen Sachen:

Ich war 2 Tage auf der Loveparade. Freitag war nix los. Da standen sinnlos 12 Stunden auf einem Parkplatz in Essen rum und haben uns mit Tannenzapfen und jungen Kastanien beworfen. Dabei gingen ein Aussenspiegel und ein Blaulicht kaputt, sowie eine Knochenabsplitterung an einem kleinen Finger.
Zwischendurch noch S-Bahn gefahren und sich mal in Duisburg angeguckt, wo die 6 Italiener erschossen wurden. Das übliche Betroffenheitssammelsurium von handgemalten "Warum?" Schildern, Kerzen, Kuscheltieren und Teenagern und Gutmenschen mitte 40 in hippen Trekkingklamotten.
Die wissen schon, dass das hartgesottene Mafiosis waren und keine buddhistischen Mönche?

Im Standort gabs dann noch ein nichtgeplantes, ziemlich hartes Saufgelage. Ich bin beim Pogo mit einem menschlichen Schrank quer durch den Raum geflogen und in einem echten Schrank gelandet. Im Pogorausch wurde das ganze Zimmer verwüstet und man klebte echt am Boden fest. Nebenbei hab ich noch das Klo mit Salat voll gegöbelt. Das sollte später noch Folgen haben. Das ging so bis halb 7. Ich hab nichtmal mehr die Schuhe ausbekommen.
Samstagmorgen haben wir schnell die Reste vom Vormorgen geleert und uns dann von einer Kollegin nach H-Heim zu einem Kollegen fahren lassen, der Sturmfrei hatte (Frau mit Kindern im Urlaub) und da auf der Terasse gegrillt und gezecht. War auch übel.
Um 10 rotzevoll auf dem Sofa eingepennt und um 2 Uhr morgen wieder auf. Da gings wieder zur Loveparade. An den Tag hab ich nur noch lückenhafte Erinnerungen.
Mein Chef hat, als wir aus dem Kasernentor gefahren sind, in seine Essenstüte gegöbelt.
Der Tag war die Hölle.

Montag rief einer an und sagte, der ganz grosse Chef hätte das verwüstete Zimmer gesehen und wäre gar nicht amused. Also um 4 nach Dienstschluss rein geschlichen und alles sauber gemacht. Da noch schlimmere Nachricht. Am nächsten Tag alle Beteilligten um 6:45 zum Chef.
Gab aber nur böses Donnerwetter.
Jetzt werden erstmal ganz kleine Brötchen gebacken.

Gestern musste ich wieder um 1 aufstehen. Da wurde ein Asylantenheim durchsucht. Übel ist gar keine Beschreibung. Wer arm ist, muss doch nicht im Schmutz leben.
Am Abend hab ich mich mit meinem ehemaligen Mitbewohner in H-Heim getroffen. Der ist da gerade auf einem "Ich bin gut, du bist gut, gib den Gesprächsstein weiter"-Lehrgang.

Morgen muss ich wieder so früh raus. Da gehts zu den Faschos.
Ich hab mich übrigens auf eine neue Stelle beworben. Wenn sich niemand anderes bewirbt, hab ich sie. Sonst fall ich hinten runter.

Sonntag ist Köln Triathlon. Ich war übrigens mal wieder schwimmen mit putten Arm. Oh je...

Fahrplan für heute:
-Wohnung gross Reinemachen
-mit Bobby Digital Krieg spielen
-ein Kilo Nudeln essen

Donnerstag, August 23, 2007

Schon wieder

ist eine Woche rum. Teufel ging das schnell. In einem monat werde ich schon 26. Oh je oh je.

Die Woche war absolut ereignislos. Samstag war ich beim Revierderby Dortmund - Schalke. Kaum 10 Minuten im Dortmunder Hbf und schon flogen mit diesen Assis die Fetzen und der erste hatte einen Ladung Pfeffer abbekommen.
Es war chaotisch und eine absolute Katastrophe.
Montag bei Köln- Aachen sind wir im Gegenzug nur bis tief in die Nacht rumgestanden.
Mittwoch hab ich dann bei 2 Hausdurchsuchungen gesehen, dass meine Karnickel-Nachbarn eigentlich Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker waren. Es geht noch schlimmer: Silberfische zwischen dem Geschirr und gebrauchte Damenbinden.
Aber man gewöhnt sich an alles.
Sonst gibts nix neues. Trainingstechnisch kann ich derzeit nicht schwimmen, wegen dem kleinen Suff-Unfall. Damit war ich diesen Monat genau 3 mal im Wasser. Das kann in Köln am 2.9. lustig werden. Morgen probier ich es mal mit abtapen und Neo.

Am Wochenende bin ich übrigens in Essen auf der Loveparade, allerdings nicht, weil mich der Gabba gepackt, sonder weil ich da schaffen darf.
Falls noch wer da ist, bringt mir Kekse mit.

Als Abschluss noch ein Bild, dass ich aus Möehres Blog ungefragt geklaut hab, weil ich es so geil finde. Man beachte: im Rahmen des Gleichstellungsgesetzes müssen Stellenausschreibungen geschlechtsneutral sein. Auf der Kirmes setzt man das um. Früher war das eine Domäne junger Männer.

Mittwoch, August 15, 2007

Enldich sind sie weg

Meine Assi-Nachbarn sind gestern morgen zwangsgeräumt worden. Um 8 hat mich wer aus dem Bett geklingelt, dass ich doch bitte den TSi vor dem Haus wegfahre, damit der Möbelwagen dahin kann. Hab ich mir natürlich nicht 2 mal sagen lassen, bzw. bin aus Coolness - Gründen erstmal kacken gegangen und hab ihn dann bewegt. Hab mich sogar noch angeboten beim teagen zu helfen. Aber die Recken vom Amt hatten Möbelpackler dabei.
Möbelpacker kommt wohl daher, dass da jedes Pack arbeiten kann. Da liefen einige Gesichter rum, wie sie nur langjähriger Konsum von hartem Alk und Drogen schnitzen kann.
Ich fahr also das Auto 20 m weiter. Da kackt mich so ein Typ von der Baustelle nebenan an, ich könne da nicht parken, da müssten gleich seine LKWs durch. Ich dem gesagt, dass passt schon.
Da sagt der mir: wenn nicht ruf ich die Polizei. Da war er bei mir genau beim Richtigen gelandet. Hab ihm geantwortet, dass meine Schicht um 11 losgeht und wenn ich Zeit hab, komm ich mal vorbei und wir gucken uns seine Tachoscheiben gemeinsam an.
Da hat er nix mehr gesagt und der TSi steht da noch immer.
Den Tag über hab ich am Bahnhof in Deutz verbracht. War nett, aber nix los. Aber halt nett.
Das Elend begann erst beim Feierabendbier. Zuerst wollte ich keins trinken. Dann eins, dann noch eins, noch eins, dann bin ich zur Kantine hab Nachschub geholt. Als der leer war, haben wir uns über den Zuckerrohrschnaps im Kühlschrank hergemacht.
Nachhausefahren ging ganz gut, bis ich an der Wache raus war. Im Wohngebiet in Hangelar hab ich mir dann innerhalb von 3 m mind. 5 mal übel aufs Maul gelegt. Saufen und Radeln verträgt sich halt nicht. Und mit Click-Pedalen schon gar nicht. Auf den restlichen Km's hab ich dann nochmal so 3 abgelegt. aber da war alles egal.
Ich muss ausgesehen haben, als ich zuhause war. Es hat ja in Strömen geregnet. Ich war total nass, verdreckt und blutverschmiert. Hab gerademal das ganze Blut im Treppenhaus und in meiner Wohnung weggeschwischt. Ein Wunder, dass keiner die Polizei gerufen hat. Schwimmen lass ich die nächsten Tage besser sein.
Mein Rad sieht aus irgendwelchen Gründen aber wie frisch geputzt aus.
Heute morgen hat mich so ein Typ aus dem Schlaf gerissen, der mit so einer albernen Lore im Garten rumtuckert und die alle paar Minuten abwürgt. Das Getuckere ist ja nicht das schlimme, sondern man liegt dann total zerbröselt im Bett und wartet drauf, dass er sie das nächstemal abwürgt.
So genug gelesen, jetzt gibts zur Belohnung Fotos der Mittenzwey-Wohnung, meines Armes und aus Antwerpen gibts auch noch was.

Es gibt mal wieder ein Rätsel: wer mir sagt, welches Instrument der Bruder des Leadsängers der Band, deren aktuelle Single "Rockstar" heisst, spielt, darf mit mir auf das Sommerfest meiner Hausverwaltung zwischen den Garagen 2 Strassen weiter gehen. Grillzeugs zahl ich und Getränke die Rheinhaus Gmbh.


Nett oder?




Hier wurde 15 Karnickeln der Wohnraum genommen: Kalle Käfer hat man nicht gefragt, man hat ihn einfach fortgejagdt....

Festerputzen ist in solchen Kreisen auch out.

Suff+Rad=Aua


Wer sowas fährt, sieht auch entsprechend aus


Da gings aus dem Autotunnel unter der Schelde raus. Ein wirklich fieser Anstieg. Da können sich so einige Berge in der Eifel noch was abschneiden. Ich war übrigens letzten Freitag im Siebengebirge radeln. Da kam ich mir vor wie im November: Nebel, Nieselregen, Dunkelheit. Aber ich hab bei der Abfahrt nach Bad Honnef eine Blitze ausgelöst.




Der erste Schritt nach 112,9 km

Donnerstag, August 09, 2007

regnerischer Donnerstag

Was macht man an so einem verregneten Donnerstag, der mehr nach November als August aussieht?
Erstmal umn 5 aufstehen und zur Arbeit radeln (ich hatte den Autoschlüssel aber schon in der Hand, das Wetter war echt fies) und dann den restlichen Tag in Bonn Streife fahren.
War aber nix los, drum sind wir in einen Kindergarten zu Besuch gefahren, wo die Freundin meiner Streifenpartnerin arbeitet.
Ich glaub, das war mein erster Besuch im Kindergarten seit 1987. Die Jungs und Mädels da haben sich natürlich tierisch gefreut und wir wurden gleich an so einen Mini-Tisch gesetzt - und der war wirklich klein, ich kam mir vor wie im Puppenhaus -, wo ich dann fleissig mit gebastelt und gemalt habe und erklärt wie man eine Schere richtig benutzt und dafür erstmal Daumen und Zeigefinger definieren musste. War richtig schön. Sogar die "Schreikinder" waren ruhig und haben mitgemacht. Laut Kindergärtnerin ist das normalerweise nicht oft so.
Aufgefallen sind mir die teilweise echt fiesen Namen. Hiessen wir noch Thomas, Andreas, Nicole oder Ute, so heisst man heute Marvin, Chiara oder Leon. Übel war auch Ferisse.
Ich wäre ja gerne noch geblieben, aber irgendwas mussten wir ja noch tun. Aber erst noch mit Blaulicht und Sirene vom Hof, weil wir das versprechen mussten, damit wir gehen durften. Und die klebten wirklich wie die Putzfische an der Scheibe.

Später kam am Siegburger Bahnhof noch so ein Junkieweib auf uns zu und erzählte uns, dass irgendwer ihr gesagt hätte, er wäre um 13 Uhr tot. Ich hab erstmal einen Satz zurück gemacht, weil die aus dem Maul gestunken hat wie ein totes Fretchen.
Ich guck natürlich direkt auf die Uhr: 13:00:46 Sekunden.
Die erzählt weiter: ja den kann man nicht anrufen, der ist obdachlos (da hab ich mir auch gedacht, als wenn du wen kennen würdest, der eine Wohnung hat).
Der hat immer eine grüne Lederjacke an: Sponge!
Da hinten um die Ecke sass doch so ein Penner mit einer Tüte Wein, der vom Saufen so richtig rote Augen hatte und mich gerade angestrahlt hat.
Ich frag: hat der einen Vollbart?
Ja
Der sitzt da hinten um die Ecke!
Die Ische geht 20 m hin: ja ist er.
Ich geh auch hin: Sie wollten doch tot sein, seit 5 min.
Ische: ne, ich bin Linkshänderin und hab eine rechte Gehirnhälfte. Er stellt mir immer Rätsel und ich versteh die dann nicht richtig. Ich lerne da aber oft eine Menge von.
Ich:hääää? Ist klar.

Ist die Frage wer von den beiden mehr bedröhnt war: er sah auf 100m mit seinen roten Klüsen dicht wie 3 aus, konnte sich aber sauber artikulieren, sie hat gestunken wie ein alter Fisch und wirres Zeug geredet. Altjunkie halt.

Das war dann der Tag. Im Dauerregen wieder zurück geradelt. Gerade war ich noch 1:45 h am Rhein laufen.

Da sah man mal wieder wie das TV uns manipuliert. In diesem Fall sogar die Lokalzeit vom WDR. Da gab auf der Strecke 1000 Gullis. 999 sind nicht übergelaufen. Aber wo steht der WDR - Mann mit Gummistiefeln drin und labert vom kommenden Hochwasser? Im übergelaufenen - 'türlich!

Dienstag, August 07, 2007

A B C

A wie Antwerpen
B wie brutale Hitzeschlacht
C wie Chaos

Nach einem „schönen“ 18 Stunden – Ausflug nach Magdeburg mit der Regionalbahn, vielen fussballbegeisterten Jugendlichen….BIEP…Es war furchtbar: eine total überfüllte Zuckelbahn, zugeballerte Halbstarke und ihre beknackten Lieder. Die Fussballsaison hat wieder begonnen und das Pack rollt wieder „Wer nicht hüpft der ist kein XXX-Fan“-singend durchs Land. Wann ist endlich Winterpause?

So gegen 8 Uhr Abends war ich dann wieder daheim. Toll, meine polnischen Nachbarn saufen recht lautstark. Ich wollte doch eigentlich gleich ins Bett. Das 3 Uhr Aufstehen, hat mich dann aber schnell in den Schlaf getrieben.
Um 4:30 Uhr ging dann wieder der Wecker und um kurz nach 5 rollten ich und der TSi dann Richtung Belgien.

Ein Stück durchs Land der Käseköpfe und schon waren wir in Antwerpen. In der Stadt Rubens. Sehr schön.
Aber das Chaos nahm seinen Lauf: wo muss ich überhaupt genau hin, wo bin ich überhaupt. Ich war mal davon ausgegangen, dass die Stadt so 50.000 Einwohner hat und recht übersichtlich ist. Dem ist aber nicht so. 476.000 passt besser. Nachdem der König von Graurheindorf dann endlich auf dem Teilnehmerparkplatz stand, gings zu Fuss los zum Race Office, dass in einem Yachtclub auf der anderen Seite der Schelde gelegen war. Es war ja erst halb 9 und somit noch 2 ½ Stunden Zeit bis zum Start. Hm…Wo sind denn die Brücken, die auf der Karte eingezeichnet sind? Nach genauerem Studium der schlechten Kopie stellten die sich als Tunnel raus.
Ok ich nehm den oberen Tunnel. Latsch, latsch: oh kacke, dass ist ja ein Autotunnel. Also zurück. Mittlerweile hatte ich eine Dreiviertelstunde mit dem Rumgeeiere vertrödelt und langsam kam etwas Zeitdruck auf.
Also zurück zum Auto, Rad raus, Tasche mit allem Krempel auf den Buckel und zum Fussgängertunnel gekracht.
Das ist eine ganz eigenartige Konstruktion: sieht aus wie ein Turm im 30iger-Jahre Stil und entweder man wartet auf den riesigen aufzug oder nimmt die ellenlange, hölzerne Holzrolltreppe. So ca. 10 oder mehr Meter in der Tiefe ist dann ein 500 m langer schnurgerader Tunnel und dann wieder das Rolltreppenspiel.
Im Race Office schnell eingecheckt (das war ja ein international besetztes Rennen, drum musste alles auf Englisch laufen;-), die Laufsachen in die schwarze Tüte gestopft und abgegeben. Dann wieder zurück aufs Rad, durch den Tunnel, zum Auto, umgezogen und alles fürs Schwimmen in den blauen Sack gepackt. Jetzt schnell zur Schwimmstart und ersten Wechselzone. Ganz cool aufs Rad geschwungen und losgefahren.
Nach 5 m rums und ich lieg zerbröselt auf dem belgischen Kopfsteinpflaster. Die blöde blaue Tüte hatte Bekanntschaft mit dem Vorderrad gemacht und das hat entschieden ich soll mir den Boden besser mal genau angucken.
Gott sei dank hats keiner gesehen. Auf der einen Seite Autos, auf der anderen Dixis. Doch, da steht einer mit einem Rad das ungefähr soviel kostet wie ich in einem halben Jahr verdiene. Startnummer 006, also irgendeiner von den Profis.
Ich gucke, ob noch alles Heile ist: Radbrille ist Schrott (konnte ich aber zuhause wieder ganz machen), Tüte hat Loch, sonst nix.

Also wieder in den Aufzug, runter. Im Tunnel höre ich ein Pfffff. Ich denke mir nur: NEIN! Doch der Vorderreifen hat eine Scherbe und ist platt. Der erste Platte seit 5000 km, gerade jetzt, gerade heute. Noch 30 min bis zum Start. Also das Bike geschultert, die Rolltreppe hoch und vor dem Aufzug angefangen zu flicken. Da kam mir der Schlauch zu gute, der seit 1 ½ Jahren unter dem Sattel klemmt und als Schmutzfänger dient. Hoffentlich hält der das noch aus. Nach einem Rekordwechsel komme ich total verdreckt am Start an.
Alles eingerichtet, Neo angezogen….Was hab ich nicht, was alle anderen haben? Stimmt so eine rote Badekappe, die jeder bekommen hat und tragen muss. Meine ist in der linken Beintasche meiner schwarzen Hose, die im Kofferraum vom TSi liegt, der auf der anderen Seite der Schelde steht.
Glückerlicherweise wusste der Veranstalter ja wer da kommt und hat mir noch eine bereit gelegt.
Endlich geht’s los und 1800 Arme bringen das Wasser gleichzeitig zum kochen. Der Yachthafen hat so 21 Grad und ist leicht salzig – Meerflair! Die ersten paar Hundert Meter sind eine brutale Schlägerei, dann wird’s ruhig und der Chefnavigator aus dem Rheinland schwimmt nicht gerade, sondern beginnt zu kreuzen, was dann auch eine tolle Zeit erklärt.
Aber eigentlich sind meine Gedanken die ganze Zeit bei dem Ersatzreifen. Ich sage mir noch im Wasser, dass, wenn das Ding den Radsplit übersteht, ich den Wettkampf auf alle Fälle zu ende bringen werde.
Das Radeln ist etwas dröge: nach dem Autotunnel von morgens, geht’s durch ein Industriegebiet über unzählige Schienen, wo ich mir zig Penisbrüche zuziehe durch belgische Dörfer mit Kopfsteinpflaster, wo meine Eier zu Rührei verarbeitet werden. Mein Tacho geht wie bei fast jedem Wettkampf nicht. Drum fange ich an zu Fluchen. Bevorzugt wenn Kinder oder Kirchen am Wegesrand sind, diskreditiere ich unsere holländischen Nachbarn mit einem lauten „Jochttverdamme!“ Damit mache ich meinem Ärger Luft und werfe ein schlechtes Licht auf die Käseköpfe. Nebenbei singe ich noch ein bissl „Countdown to insanity“ von den H-Blockx, weil ich mal wieder einen furchtbaren Ohrwurm habe.
Die letzten 3 km geht’s durch die Antwerpener Innenstadt. Da ist heute verkaufsoffener Sonntag und tausende Leute stehen an der Strasse. Bei den breiten Alleen mit den Bäumen ist das schon ein geiles Gefühl, zumal mir ein Polizeimotorrad voraus fährt, dass mir den weg mit seiner Sirene bahnt. Ich überlege kurz, ob ich nicht ausversehen die Führung übernommen habe. Es kommt einem wirklich so vor.
Nach 90 km, 2:49 h und etwa 300 Leuten, die ich beim Radeln geraucht habe, komme ich in die Wechselzone 2, ziehe meine Laufschuhe an und mache mich an die letzten 21 km.
Mittlerweile ist es weit über 30 Grad und ich denke mir nur „was ein bekloppter Sport“. 4 mal 5 km und ein paar zerquetschte am Scheldeufer und die Schlacht ist geschlagen.
Ich sammel mein Zeug ein und stolper zum Auto zurück. Tempomat auf 125 km/h und ab nach Hause. Es gibt belgische Radiosender, die auf deutsch über Sportkegeln berichtten, was man nicht so alles entdeckt. Kurz vor dem Kreuz Kerpen feiert der TSi seinen 100.000sendsten.

Achso, der Typ mit der 006 hat übrigens gewonnen.

Freitag, August 03, 2007

Erdbeben

Heute morgen hat hier bei uns die Erde gebebt. Ich bin gut geschüttelt worden und davon sogar aufgewacht. Ich dachte mir nur: was war das jetzt Erdbeben oder nur geträumt.
Als ich dann um 11 aufgestanden bin (Rekord 11 Stunden gepennt)und Radio Bonn - Rhein - Sieg angeschmissen hab, kam direkt, dass es bei Plaidt mit 4,0 gerumpelt hat.
Zum Vergleich in San Franscisco grummelt es täglich mit so 5,0...
Hätte ich das gewusst, dass das Beben echt ist, wäre ich schreiend auf die Strasse gerannt, wie man es in Katastrophenfilmen aus den 70igern sieht und damit das richtige Verhalten dargestellt wird.

Mein Sofa ist endlich da. 2 Wochen vor der Lieferfrist (insgesamt 10 Wochen...) und bis jetzt ohne Beanstandung.
Das war gestern eine lustige Aktion. Konzen und Phil hinterm Bahnhof aufgegabelt, nach Alfter gekracht, da das Sofa angeguckt soweit es geht. Dann gesagt, ich nehme es so mit.
Zum Obi rüber geeilt und den Transporter geholt (den ich Donnerstagmittag telefonisch gebucht hatte, weil mich ein Gewitter unter eine Autobahnbrücke für so ca. 30 min gezwungen hat und ich die Zeit sinnvoll nutzen wollte).
Der kostet für eine Stunde 12,5 Euro. Für jeder weitere ebenfalls. Also unter einer Stunde abwickeln. Bei Avis und Konsorten ist man ja gleich 60 Tacken los.
Und es hat sogar geklappt, nach 51 min standen wir wieder im Obi.



Jetzt muss da noch eine grosse Blume hin (oder Gummibaum oder so) und ein gescheites Bild an die Wand, dann ist das Wohnzimmer fertig. Jetzt kann ich auch endlich mal sowas wie eine Einweihungsparty machen.

Antwerpen rückt näher. Hab die Woche noch eine lockere Radtour über 100 km gemacht und bin etwas geschwommen. Heute noch gemütlich am Rhein 8 km gelaufen. Achso Dienstag war ich noch beim Bahntraining bei einem Tri-Verein in Bonn.
Morgen mach ich nix, ausser um 3 aufstehen und in den verdammten Osten nach Magdeburg mit den Spacken von Dortmund II fahren.

Das war hart zu sehen, wie gerade alle Leute bei dem Wetter am Rhein gegrillt oder gezecht haben und ich jetzt ins Bett muss.
Die Simpsons hab ich heute auch im Kino gesehen. Vor allem der Anfang ist gut, aber allgemein sehenswert.

So, jetzt schalte ich ab.

Denkt immer dran: the truth is out there