Dienstag, Juli 31, 2007

Der Osten des Rheinlandes

Schon wieder eine Woche her ist mein letzter Eintrag her. Die Zeit verfliegt aber auch zu schnell. Jetzt wohne ich schon einen halben Monat in Bonn.

Die Gegend hier ist teilweise unmöglich: letzte Woche bin ich beim Einkaufen zweimal angepöbelt. Einmal im Plus von der russischen Verkäuferin, ich solle endlich mal mein Zeug in den Wagen packen (ich war gerade dabei den Pin-Code von der EC einzugeben) und danach begrüsste mich der alte Türke im Getränkeladen mit einem Schlag in den Nacken: "und jetzt kaufen neues Kiste".
Ich musste ihm das leider negativ bescheiden. Der glaubt doch nicht echt, dass ich jemals was in seiner Klitsche kaufen werde.
Sonntag davor in der Tanke angeprollt worden, ich solle endlich mal was kaufen (da stand ich 10 sekunden vorm Kühlschrank und hab nach Weizen gesucht)

Mittwoch bin ich mit dem Radel 75 km im Siebengebirge rumgefahren und Donnerstag hatten wir Klassenfahrt in selbiges. Also morgens raus gefahren, ein bissl durch die Berge gewandert und um 1 Schluss und heim.
Dann bin ich nach Brühl zum Schloss geradelt. Dabei habe ich festgestellt, dass das Dreieck Bonn Nord - Wesseling - Brühl durchaus als der Osten des Rheinlandes bezeichnet werden kann.
Trübe Strassendörfer, zwischen diesen standen entweder einzelnde Gehöfte, die als Freudenhaus genutzt werden oder flache Asylantenheime, aus jeder Bushaltestelle heraus wurden mir wilde Blicke von der Dorfjugend zugeworfen.
Mit der Erfindung des Mofas wurde wohl das Rad abgeschafft.
Hier fahren die jungen Männer noch den 3er (egal ob Golf oder BMW) und die Mädels tragen Buffalos und haben auf den Heckscheiben ihrer grünen oder gelben Twingos lustige Sprüche wie "Zicke - klingt komisch, ist aber so!" geklebt und gelten damit in der bildungsfernen Nachbarschaft als "kess"
Alles in allem eine Gegend, die man nicht kennen braucht.

Donnerstag hab ich übel mit diversen Leuten gezecht. Da war natürlich der Freitag entsprechend im Sack. Vor allem sollte ich dem Troll beim Umzug von Aachen nach Köln helfen. Durch unseren vorabendlichen Suff und allgemeine Trödelei kamen wir aber erst um halb 7 Richtung Altendorf los, wo wir noch Möbel für seinen Cousin holen sollten.
Vorher hat mich aber einer der Penner von letzter Woche im Loch erkannt. Ich hab aber so getan, als würde ich ihn nicht kennen.

Dann rollte der Möbeltransporter nach Aachen und Köln. Zuhause war ich dann um 12 rum und bin dann so um 3 noch ins Carpe, wo ich dann morgens nach diversen Umwegen wieder rausgefallen bin.
Samstag hab ich gesehen, dass mir so ein Sauhund einen Reifen zerstochen hat. Der Spass hat mich 133 Euronen gekostet.

Montag, Juli 23, 2007

Fast vergessen

hätte ich jetzt noch meine tolle Pfeffermühle



Und da hab ich ein mal ein Foto von meiner gemütlichen Küche gemacht, falls es wen interessieren sollte. Ich guck mir ja sowas immer sehr gerne an.

In was für einer Welt lebe ich eigentlich?




So langsam glaube ich, ich bin auf einem Meskalin-Trip hängen geblieben, den mir irgendwer untergejubelt hat.
Den ganzen Samstag bin ich mit einer Fascho-Truppe zwischen Krefeld, Mönchengladbach und Viersen Zug gefahren.
In den USA würde man diese Typen als "White Trash" bezeichnen. Die Nachhut der letzten Menschen. Wie die schon aussahen. Einer dicker als der andere. Mein Favorit: die Inkarnation der Kugel. Der Typ war fast einen Kopf kleiner als ich und dabei bestimmt doppelt so schwer. Dazu trug er ein Zelt mit Aufdruck: Teutonic Warrior. Dieser Frittenfett-Germane musste auf dem Zwischenabsatz der Treppe zum Bahnsteig hinauf mal Pause machen, weil ihm die Luft aus der teutonischen Lunge entwichen war. Ich hab ihm gesagt, er soll doch die aus seinem Kopf zum weiteratmen nehmen. Den Gag hat er aber wohl nicht verstanden.
Übel war auch die Nazi-Ische, die auch als Öko-Trulla hätte durchgehen können. Ein Gebiss wie ein schwarzes Loch. Die muss Zigaretten mit Teerfilter rauchen. Und ein ein Dünnpfiff haben die Leute von sich gegeben. Da wurde es einem schlecht.
Abends um 8 war der Müll dann gott sei dank vorbei.
Ich war dann noch schnell schwimmen und um 10 daheim.
Eigentlich wäre noch das Metal-festival in Euskirchen gewesen, aber ich war zu platt.

Gestern bin ich mit dem Rad zu meinen Eltern gefahren und über einen kleinen Umweg durch die Eifel wieder zurück. Knapp 90 km und dann noch einmal die Brückenrunde flott gelaufen.
Da ich der Meinung war, mir noch ein Weizen verdient zu haben bin ich um kurz vor 10 zur Tanke geradelt und mir eine Flasche zu kaufen. Da steh ich vor dem Regal und werde von der Frau da angepöbelt, wenn ich nicht zusehe, das ich fertig werde, krieg ich nix mehr. Das ist Service. Hätte ich nicht so einen Appettit drauf gehabt, hätte ich nix gekauft.

Heute morgen hab ich wieder den Arbeits-weg gesucht. Nach zig Ansätzen hatte ich es dann endlich raus. Kompliziert, kompliziert!
Dann bin ich über die "Hölle von Rohleber" (400 m Kopfsteinpflaster mit durchgehend 11 % Steigung) ins Siebengebirge eingestiegen und nach einer Dorfrunde den Ennert runter nach Beul gekracht und von da am Rhein entlang heim.

Dann kam die Einkaufstour. Im Möbelhaus wieder tierisch über meinen Sofa-Kauf geärgert. Da geh ich nicht mehr hin, sonst werde ich noch ein Opfer spontaner Selbstverbrennung oder zerreis mich selber vor Wut.
Hab aber alles bekommen und sogar günstig.

Mit dem Fernseher den ich bei ebay ersteigert habe, gibt es auch Ärger. Bzw. nix mehr von denen gehört. Nach meiner Rechere heute, steht das Ding wohl angeblich bei einer Spedition in Koblenz oder so. Hab heute bei Novo-Elektronik angerufen. Die haben das Problem natürlich erkannt und wollten heute noch zurück rufen. Was passiert ist, kann sich ja jeder denken.

Dann war ich noch bei Plus einkaufen. Während ich gerade den Pin von der EC - Karte pöbelt mich die Verkäuferin von östlich des Ural schon an, ich soll meine Waren endlich in den Wagen räumen. Und meine Flaschen wären auch keine Pfandflaschen. Die solle ich einfach so wegwerfen. Hab ich auch gemacht, mitten auf den Parkplatz. Das ist der Vorteil, wenn man oft kurz vor Geschäftsschluss einkaufen geht: man weiss, dass die Angestellten auch den Parkplatz aufräumen müssen;-)

Danach der nächste Hammer 50 m weiter. Kleiner Getränkeladen von einem älteren Türken betrieben. In solche Läden geh ich ja immer gerne, weil sie eigentlich ein Garant für freundlichen Umgangston sind. Da zahl ich gerne auch mal einen Euro mehr für eine Kiste, hab aber Spass beim käufen.
Aber nix da. Der pöbelt mich auch an, wo ich die Kiste hinzustellen hätte und wie. Dann gibt er mir noch einen Klaps in den Nacken und sagt "Jetzt kaufen neues" Da hab ich gesagt nix, letzten Schuss wohl nicht gehört, gib mir mein Geld. Du glaubst doch nicht, dass ich hier nur einen Cent lasse.
50 m weiter war dann ein normaler Getränkemarkt, wo junge Männer mit Drogenkarriere und minderjährige Mütter arbeiten.

Zuhause trag ich mein Zeug zur Tür, da drückt irgendwer den Summer. Nett, denk ich mir. Wer war das wohl? Die Leute im Erdgeschoss sind unfreundlich. Die Inder gucken nur nach hinten raus. Der Hausmeister auch. Die Polen arbeiten noch und meine Karnickel-Nachbarn sind zu asozial dafür. Die würden eher was nach mir werfen, wo ich ihnen demnächst ein neues Mietverhältnis beschert habe.
Ha, der Rentner von links unter mir erwartet mich im Treppenhaus und stellt sich mal vor. Nicht schlecht. Ich frag mich nur, woher der weiss, wo ich arbeite. Aber egal. Die Assis mag er auch nicht, weil beim letzten regen die ganze Karnickelscheisse auch seinen Balkon heimgesucht hat.

Gerade mache ich übrigens den ersten Probelauf mit meiner Waschmaschine. Nicht schlecht.


Hier noch ein paar Bilder vom Karnickelbesuch neulich

Freitag, Juli 20, 2007

Steigerung der Dummheit

Depp der Woche ist Patrick Sinkewitz. Während der derzeitigen Doping-Hatz sich noch mit Testosteron zu dopen...Da kann man nur den Kopf schütteln. Das wäre ja so, als wenn die Polizei ständig neben meinem Auto steht und jedesmal, wenn ich losfahre, pusten lässt. Und trotzdem fahr ich besoffen los und hoffe durch zu kommen.

Montag bin ich endgültig nach Bonn gezogen. Das Karnickel-Problem hat sich wie von selbst ergeben. Es sind nur noch 3 da und die Kacke ist weg. Hören tut man auch nix mehr von drüben.
Der Smu meinte, wir wären White Trash, wie wir da oberkörperfrei mit unseren wirren Haaren Möbel geschleppt haben.

Mittwoch hab ich furchtbar mit Gölle und den Gebrüdern Pfeiffer gezecht. Was am alten Zoll begann, endete im Morgengrauen am Bonner Loch, wo wir mit 2 Obdachlosen getrunken haben. Das war schon krass, hoffentlich hat mich keiner gesehen.

morgen muss ich mal wieder arbeiten gehen. Aber es geht human erst um 7:30 los

Sonntag, Juli 15, 2007

Die Waldrandparty, dicke Kinder und Dummheit

Immer wieder Sonntags mach ich hier die Bestandsaufnahme, was ich denn die vergangene Woche so getrieben hab.
Eigentlich war ich nur am Dienstag auf Arbeit, weil wie eine ganz lustige Übung zusammen mit der Berufsfeuerwehr in Siegburg gemacht haben.
Die haben so ein dunkles Röhren-/Käfigsystem, wo man dann im Team durchkriecht, durch Klappen nach oben und unten steigt, ein bissl gegrillt wird.
Also wirklich spassig. Ich kannte das zwar noch aus meiner Freiwilligen-Feuerwehrzeit, aber jeder Besuch lohnt sich da.
Da ich noch so viele Überstunden hab und fürs Wochenende nicht auf dem Plan stand, hab ich den Rest der Woche inklusive Montag erstmal frei geholt. Auch schön.
Da wollte ich mir dem Smu seinen Bus leihen, aber der ist natürlich Dienstagabend zu seinem Bruder nach Berlin damit gekracht, weil der da renoviert. Naja, zieh ich halt wann anders um.
Morgen vllt.
Den Rest der Woche hab ich dann so richtig schön mit Rumhängen, Sport, Saufen und Zocken verbracht.
Mittwoch war die dicke Kinder - Begegnung Nummer 1 im Schwimmbad. Ich zieh da so gemütlich meine Bahnen und greif auf einmal in etwas warmes, weiches. Zu meinem Grausen hing da ein dickes Kind mit Pottschnitt dümlich Grinsend am Beckenrand. Da hats mich echt gegruselt.
Donnerstag hab ich mir eine ganz tolle Pfeffermühle in Form eines Baseballschlägers gekäuft. So ein richtiges Männerding. Vorher war ich noch meine Schwester am Köln/Bonn Airport abholen und hab mit ihr bei Portamöbel mein Traumsofa angeguckt. Was es jetzt aber nicht mehr ist. Weil man da nicht gescheit drauf sitzen kann und immer nach vorne rutscht. Bequem sitzen ist nicht drin. Oder man hängt halt wie der letzte Schlumpf drin.

Freitag wurde es ja endlich schön und ich direkt aufs Rad. Da kam dann der Dummheit Krönung. Kurz, also etwa 200m, vor so einem Kaff namens Eckendorf überholt mich ein Cabrio und so ein Typ schreit mir "Blödmann" an den Kopf.
Der Wagen biegt direkt hinter dem Ortschild in eine Wohnstrasse ab. Da dachte sich der T!, na denn kriegste vllt noch und hab einen wüsten Sprint angezogen. Und siehe da, kaum hält der Wagen und die Tür geht auf, steh ich schon da. Dem dicken Balg, der gerade noch so eine grosse Schnauze hatte, fiel die Gesichtsfarbe auf eimal aus selbigen. Der Anblick war göttlich. Sowas sieht man nicht oft. Das war so der vollkommene unerwartete Schock. darüber hab ich mich die nächsten 2 Stunden noch beömmelt.
Dumm nur, dass seine Mutter gefahren ist. Wollte eigentlich vom Sattel springen und dabei schreien "jetzt knallts" und auf den zu rennen. Das erschien mir dann aber etwas heftig und ich hab ihm und der Mutter nur eine Standpauke über allgemeines Benehmen, Nachdenken was man sagt, Beleidigung usw... gehalten.
Wie kann man nur so dumm sein. Wenn ich sowas machen würde, würde ich zusehen das ich schnell weg komme. So haben wir das in dem Alter doch auch hinbekommen.
Ok, bis auf Ingo, der den Käfer (jaja, das waren damals noch günstige Autos) eines älteren Mitschülers in der 5. bespuckt hat und vergessen hatte weg zu rennen. Oder Silli einige Jahre vorher, die einen Putzlappen beim Klingelmännchen abbekommen hatte.

Samstag bin ich dann bei Rund um Weilerswist mitgeradelt. Erstmal hin. Dachte, dass dass das vllt so 10-15 km sind. Waren aber 30. Da dann in einer ziemlich heftigen Gruppe die 75 km mitgefahren. Da ging gut die Post ab und um jedes Ortschild gefahren. Was da für Leute mitfahren. Einmal hab ich das Tempo so 500 m vor dem Ortseingang ziemlich verschärft, so auf 45 km/h und da ist nochmal einer eine Attacke mit bestimmt 50 gefahren. So ging das fast die ganze Zeit, bis dann so 10 km vor dem Ziel die Gruppe zerfahren war. Da bin ich dann gemütlich die letzten km ins Ziel gerollte. So in der grossen Gruppe fahren, war mal ein ganz neues Erlebnis für mich. Das macht richtig Spass und muss dringend wiederholt werden.
Dann wieder 30 km nach Hause im Windschatten von einem Opi aus Meckenheim gerollt, weil ich ziemlich zermatscht war.

Danach gings zur Waldrandparty von Götz in einer Hütte bei Merzbach. Schön da gechillt, ein bissl Weizenbier trinken, verzählen. Eigentlcih wollte ich ja auf die Poller Wiesen grillen und Feuerwerk gucken. War aber zu platt.
Leicht angetüddelt wurde über einen mit Wasser gefüllten Bombenkrater auf einem Baumstann blanciert. Netter Abend. Der P! war noch vom Vortag total zerstört. Der sah krass aus mit seinen glasigen Augen mit kaum vorhandenen Pupillen.
Um 4 war ich dann daheim, aber um 10 wieder wach.
Und dann halt normaler Sonntag, aber der ist ja für mich wie Samstagabend, weil ich traditionell Montags ja keine Arbeit anfasse.
Das ist ja eigentlich ein ziemlicher Luxus. Während andere schlecht gelaunt in den Montag starten, liege ich im Bett.
Ich hoffe mal, dass das Wetter so bleibt. Dann mache ich das die Woche wieder so.

Hasta la victoria sempre!

Montag, Juli 09, 2007

oh je

was man nicht so alles bei youtube findet. Pro - Pain singen Onkelz-Lieder. Das ist mal derb, wie eine fiese Glatzen Combo

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Sonntag, Juli 08, 2007

Live Earth

Diesen Samstag liefen ja überall auf er Welt die Live Earth - Konzis. Auf einmal sind alle möglichen Promis grosse Umweltschützer und denken sich da angeblich engagieren zu müssen.
Es nervt und es nervt übel.
Da sucht die Rumkugel Al Gore, nachdem er vom Bushi geschickt geschlagen wurde, ein neues Betätigungsfeld und wird auf einmal Umweltschützer mit seinem tollen Film, wo er irgendwelchen Schmarn von sich gibt und im Hintergrund abwechselnd Bilder von Naturkatastrophen oder schwimmenden Delphinen laufen.
Als nächstes werden ein paar Konzis organisiert, wo dann die ganzen Wichtigtuer auf den gehypten Zug aufspringen können und gleichzeitig noch ihre Mucke promoten können, weil das Zeug ja schon seit 2 Tagen auf zig Kanälen läuft.
Ich weiss jetzt gar nicht, ob Berufsgutmenschen wie Geldorf, Bono und Grönemeyer da noch mitmischen. Gut fand ich die von "Wir sind Helden", die im Radio meinten, sie müssten nicht auf jeden Zug aufspringen und der Auftritt beim G8 - Konzert hätte gereicht. Haben sie recht und wenn ihr nervige Musik nicht gepspielt wird, störts auch keinen.

Ganz grosser Sport ist auch das Live Earth - Lied von Madonna. Auf 1Live wird das immer mit der Einspielung von Redepassagen aus irgendwelchen Nachrichtensendungen gesendet. So in der Art von dem 11.9. - Song. Das ist mal richtig schlecht.

Wenns den Leuten auf einmal wirklich so wichtig mit dem Umweltschutz ist, sollen sie doch für Grünen spenden oder gleich beitreten. Aber in ein paar Monaten interessiert es keinen mehr und man protzt wieder auf MTV mit seinen dicken Karren mit Goldfelgen und 3 Playstations.
Jetzt fehlt nur noch Jeanette Biedermann mit "Ja und der Klimaschutz ist mir ja schon lange soooo suuuper wichtig bla bla bla....."-Gelaber.

So, genug geärgert.

Ich hab auf der Seite der Zeit einen schönen Artikel über die Dorffeste auf dem Land gefunden

Samstag, Juli 07, 2007

im Land der Onkelz

Heute habe ich meinen Tag in Frankfurt verbracht. Genauer gesagt in Bockenheim und zoomt man noch näher ran, in der -Fritzlarer Strasse.
Um 5:20 sind wir los, um dort um 6:40 aufzuschlagen.
Der Rest des Tages war dann damit gefüllt, den Anwohnern zu erklären, warum auf ihrer Strasse auf einmal eine Gitterabsperrung steht und sie da nicht mehr durch fahren können. Oder man hat Leute, die (oder auf hessisch "wo") nicht von da waren weggeschickt.
Weil wir bis 20 Uhr da standen, konnte man schön den Tagesablauf der Bewohner an einem herrlichen Sommertag beobachten.
Der Herr mittleren Alters mit Bauchansatz links fing damit an, erstmal ein Ründchen zu laufen. Die Assis gegenüber zeigten sich oberkörperfrei auf dem Balkon. Und da wurde erstmal abgehustet. "ÄÄH ÄÄÄH ÄÄÄHÄ, ÖHH" "cheeech...PFFF"
So ging das den ganzen Tag weiter. So bis 15 Uhr, da sind die wohl wieder ins Bett. Kein Wunder das Familienoberhaupt hat sich um 11 Uhr das erstemal mit einer Pulle Bier auf dem Balkon gezeigt. Nachher kam er mal runter mit einer Flasche und guckte in die andere Richtung. Dann soffen die auf dem Balkon weiter.
Seine Frau hat dann später nochmal eine Flasche Weinbrand geholt und dann wurde es still im ersten Stock.

Davor mussten aber erstmal alle Anwohner, die sich ihre BILD vom Kiosk um die Ecke holen wollten, um den ganzen Block geschickt werden (was so 400 m mehr waren), da ja die Ecke bei uns gesperrt war.
Ein Haus weiter auf der linken Seite stand ein älterer Herr und hat uns die ganze Zeit auf dem Balkon beobachtet. Reife Leistung.
Mittlerweile waren wir so lange im Einsatz, dass ich als Kraftfahrer kein Kfz mehr bewegen durfte.
Aber Oben denkt ja mit und hatte uns frische Fahrer nachgesandt. Nur leider blieben die 70 km vor Frankfurt erstmal mit ihrem Bus liegen.

Später hat der Typ links vorne seine 1,50 Frau aus Südamerika einkaufen geschickt. Auch Getränkekisten. Voll Assi.
Dann wurde ganz links oben gegrillt und sich vom Balkon das Schauspiel angeguckt.

Als wir um 20 Uhr fahren wollten, passte auf einmal unser ganzes Geraffel nicht mehr in den Kofferraum. Was getan? Alles raus und die TETRIS - Meldodie angestimmt und nochmal rein. Ergebnis: es hat gepasst und alle auf meinem Auto hatten auf der Rückfahrt einen fiesen Ohrwurm.

Die Fahrer waren mittlerweile mal da. Um 22 Uhr war in Augustin nach 17 Stunden schluß.

Zu den Fanta 4 auf Rheinkultur hätte ich es noch geschafft, aber keinen Nerv mehr. Jetzt ist auch zu spät.

Die Bäcker wecken

geh ich jetzt. Drum hab ich mir den Wecker auf 4 gestellt, damit auch jeder seine Brötchen kommt. Heute in FFM und nachher bei der Rheinkultur. Meine Motivation hält sich arg in Grenzen.

Sonntag, Juli 01, 2007

Piraten

um mal alle dran zu erinnern
http://www.youtube.com/watch?v=9EnOjGuQkNs

Der Normann war Not und ich war Elend

sagte Faris al Sultan heute im Ziel des Ironman Germany in Frankfurt. Und damit hatte er auch recht. Da freut man sich auf ein spannendes Rennen zwischen den beiden Hawaii-Sieger und was ist?
Der "Nominator" steigt nach 150 km mit Rückenschmerzen vom Rad und Faris kackt ab und kommt als 6. rein. Weichei Stadler war schon raus, bevor ich überhaupt aufgestanden bin und das mit dem Livestream hinbekommen hatte.
Das Rennen haben andere gemacht. Dem Bracht sein Timo ist wie eine Maschine gelaufen.
Sehr schön war dagegen das Frauen-Rennen. Andrea Brede (mit der ich mich in Bonn noch in den Rhein geworfen habe vor 2 Wochen) und Nicole Leder haben sich ein krasses Rennen geliefert. Brede hat nach dem Radfahren geführt, bei km 7 des Marathons ist dann aber Leder aufgelaufen und ab da liefen die zusammen ohne das sich eine absetzen konnte. Entschieden wurde die Sache dann 100 m vor dem Ziel im Sprint. Das war schon krass spannend, ich sass so richtig mir angezogenen Knien auf meinem Sessel.
Vor allem die Geschwindigkeit von denen war krass. Die sind einfach an allen vorbie gezogen. Ein richtig zäher Brocken mit zig Marathons unter 3 Stunden konnte als einziger da eine Zeit lang mithalten.

Ich war ja gestern auch beim Triathlon in Staudt. Aber war nix mit Dorf-Triathlon. Da waren wieder reihenweise Leute mit Rädern da, die mehr kosten, als ich in einem halben Jahr verdiene. Der Wettkampf an sich hat mich das Grausen gelehrt. Ich hatte schon beim Check - In keine rechte Lust mehr, weil der um 13 geschlossen wurde, meine Startgruppe aber erst um 15:45 dran war. Da die Wechselzone direkt neben dem Parkplatz war, konnte ich da auch nicht mehr runter fahren. Und dann fiel mir auf, dass ich gar nix zu essen dabei hatte. Bin dann den Berg runter ins Dorf gelatscht, da war aber auch keine Tanke und der Bäcker hatte zu. Also wieder zurück und schon mit Hungerloch gestartet.
Das Wasser war mit 15-16 Grad brutal kalt. Schlangen soll es angeblich auch gegeben haben. Ich bin super schlecht geschwommen und halb tot aus dem Wasser wieder raus. Da hätte sich der Neo gelohnt.
Weil meine Ferse von Bonn immer noch nicht ganz verheilt ist, musste ich mit Socken radeln und laufen. Und probier dir mal auf einem Bein stehend, total durchgefroren eine Socke anzuziehen. Ich muss ein Bild des Elends gewesen sein.
Auf dem Rad hab ich erst nach 12 km so einigermassen einen Rhytmus gefunden. Da war die Luft aber schon raus und ich hatte keine Lust mehr. Wobei es dem Tacho nach gar nicht so langsam war. Hab nur beim Wechsel bestimmt jedesmal 3-4 Minuten gelassen, weil ich nix gebacken bekommen habe.
Laufen war dann total bekackt. Da hab ich nach 100 m ans Aussteigen gedacht, weils mir so psychisch so dreckig ging und auch noch bergauf. Hab mich dann mit 21 Minuten ins Ziel geretten. Der Lauf an sich war ganz komisch, weil der mitten durchs Dorf führte, aber keine Menschenseele zu sehen war. Weder Zuschauer noch andere Athleten oder Autos. Ich bin nur Kreidepfeilen hintergelaufen. Auf den letzten paar 100 Metern habe ich dann noch ein paar
Leute eingesammelt, aber leider nicht so ein Massaker wie in Bonn.
Überraschenderweise war ich noch im Mittelfeld zu finden. Gefühlsmässig war ich aber letzter. Von der Strecke her wars aber eigentlich verdammt schön. Nächstes Jahr komme ich besser konditioniert wieder.

Zurück in Bonn hab ich noch kurz mit dem Hausmeister über meine Nachbarn gelästert. Der hatte auch schon die Idee denen einfach eine Handgranate reinzuwerfen.
Zuhause geduscht und ab nach Köln, wo Clara ihre Einweihungsparty gefeiert hat. Da mit den Jungs und Mädels ein bissl gesauft und dann sind wir ins Gebäude 9 in Köln gefahren. Das macht so auf besetztes Haus/alternatives Wohnprojekt, ist aber von den Preisen her knallharter Kommerz. 9 Euro Eintritt und das Becks 2,50 + 50 Cent Pfand.
Dafür gabs dann 3 Mann mit 5 Notebooks auf der Bühne die so eine Art Techno poduziert haben. Im Hintergrund lief so ein eigenartiger Bildschirmschoner und dazu hat ein Neger gerappt. Und wir haben gut abgetanzt dazu. Mach ich ja eigentlich nur an Weihnachten, wenn ich den Kahn voll hab.
Nach einiger Zeit ging einem das aber auf die Nerven, weil der Grundbeat immer der selbe war. Dann sind wir aber heim gefahren.
War dann um 4 im Bettchen.

Heute habe ich an der Tanke in Worms überraschender Weise einen alten Schulfreund getroffen, den ich seit 5 oder 6 Jahren nicht mehr gesehen habe. Dachte eigentlich, dass der durch seine Versicherungsverkauferei im Knast gelandet wäre, er war aber in Hannover und wohnt jetzt wieder hier.
Die Tage wollen wir mal zaubern gehen.

Jetzt mach ich mir eine Dose Faxe auf. Aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen hab ich die in der Tanke gekauft. Man ist das assi mit so einer 1 Liter Dose.