Der Osten des Rheinlandes
Die Gegend hier ist teilweise unmöglich: letzte Woche bin ich beim Einkaufen zweimal angepöbelt. Einmal im Plus von der russischen Verkäuferin, ich solle endlich mal mein Zeug in den Wagen packen (ich war gerade dabei den Pin-Code von der EC einzugeben) und danach begrüsste mich der alte Türke im Getränkeladen mit einem Schlag in den Nacken: "und jetzt kaufen neues Kiste".
Ich musste ihm das leider negativ bescheiden. Der glaubt doch nicht echt, dass ich jemals was in seiner Klitsche kaufen werde.
Sonntag davor in der Tanke angeprollt worden, ich solle endlich mal was kaufen (da stand ich 10 sekunden vorm Kühlschrank und hab nach Weizen gesucht)
Mittwoch bin ich mit dem Radel 75 km im Siebengebirge rumgefahren und Donnerstag hatten wir Klassenfahrt in selbiges. Also morgens raus gefahren, ein bissl durch die Berge gewandert und um 1 Schluss und heim.
Dann bin ich nach Brühl zum Schloss geradelt. Dabei habe ich festgestellt, dass das Dreieck Bonn Nord - Wesseling - Brühl durchaus als der Osten des Rheinlandes bezeichnet werden kann.
Trübe Strassendörfer, zwischen diesen standen entweder einzelnde Gehöfte, die als Freudenhaus genutzt werden oder flache Asylantenheime, aus jeder Bushaltestelle heraus wurden mir wilde Blicke von der Dorfjugend zugeworfen.
Mit der Erfindung des Mofas wurde wohl das Rad abgeschafft.
Hier fahren die jungen Männer noch den 3er (egal ob Golf oder BMW) und die Mädels tragen Buffalos und haben auf den Heckscheiben ihrer grünen oder gelben Twingos lustige Sprüche wie "Zicke - klingt komisch, ist aber so!" geklebt und gelten damit in der bildungsfernen Nachbarschaft als "kess"
Alles in allem eine Gegend, die man nicht kennen braucht.
Donnerstag hab ich übel mit diversen Leuten gezecht. Da war natürlich der Freitag entsprechend im Sack. Vor allem sollte ich dem Troll beim Umzug von Aachen nach Köln helfen. Durch unseren vorabendlichen Suff und allgemeine Trödelei kamen wir aber erst um halb 7 Richtung Altendorf los, wo wir noch Möbel für seinen Cousin holen sollten.
Vorher hat mich aber einer der Penner von letzter Woche im Loch erkannt. Ich hab aber so getan, als würde ich ihn nicht kennen.
Dann rollte der Möbeltransporter nach Aachen und Köln. Zuhause war ich dann um 12 rum und bin dann so um 3 noch ins Carpe, wo ich dann morgens nach diversen Umwegen wieder rausgefallen bin.
Samstag hab ich gesehen, dass mir so ein Sauhund einen Reifen zerstochen hat. Der Spass hat mich 133 Euronen gekostet.


